Zwei Wochen ist das neue Jahr erst alt und es fühlt sich nicht frisch sondern abgestanden und verbraucht an. Als ob es neben der Klimakrise nicht ohnehin schon genügend Probleme, Kriege und ein paar Gratisbeigaben aus dem alten Jahr gegeben hätte. Nein, China vs. Taiwan, Russland vs. Ukraine verschlimmern sich beinahe täglich und Onkel Donald wird dem Ganzen bald den Rest geben.
Einen Präsidenten entführen, ein paar Öltanker kapern und ununterbrochen Drohungen und Beleidigungen in die Welt kotzen? Null Problemo! Klar, Maduro ist ein Schwerverbrecher, aber ist Trumps Methode ein gangbarer Weg? Nein, noch immer gibt es ein Völkerrecht, auch wenn das scheinbar jeden Tag ein wenig geringer geachtet wird. Aber das täuscht! Es kommt einem so vor, wegen des unsäglichen Lärms, den Despoten und Tyrannen verbreiten.
Trump ist in diesem Sauhaufen obendrein ein Sonderling. Ein extremer Narziss, angefüllt mit Wut und Hass, einer, der keine einzige Kränkung die ihm jemals im Leben widerfahren ist, vergessen hat. Er weiß, dass er nicht mehr viel Zeit hat, um unsterblich zu werden. Unsterblich nach seinen Maßstäben, die in jedem vernünftigen Menschen Angst, Ekel oder Verachtung auslösen. Er will es wissen… Kuba, Kanada, Grönland… um nur die aktuellen Kandidaten aufzuzählen. Zwischendurch meint er noch den Iran von der Herrschaft der Mullahs befreien zu müssen und nach seiner Lesart hat er nach dem Einschlag von ein paar Dutzend Bomben und Raketen den Krieg gewonnen und die Welt vom nächsten Problem erlöst. So weit so schlecht, warten wir ab wie die Welt am 31. Januar aussieht.
Und ja, wir werden künftig Vorräte für ein paar Tage im Keller verstauen. Klang in meinen Ohren immer lächerlich, aber man lernt ja nie aus. Frei nach Philip Simon: „Genießen Sie den Untergang!“